Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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noch Niemand geſchimpft. Doch der Vater winkte zum dritten Male. Sie mußte ihm ſchon den Wil⸗ len thun und dem hochverehrten Herrn Kantor und ſeinem blinden Fritz die Erfriſchungen an⸗ bieten.

Der Kantor nannte ſie ſein zuckerſuͤßes Renat⸗ chen, lobte nippend den dunkelgoldigen Franzwein, und trank ſpaßhafter Weiſe auf das Wohl ihres Herzallerliebſten; Fritz, dem eben drei Baſſiſten aus der Zwiſchenharmonie, ehemalige Quartaner, als er aus Prima abging, das Raͤnzel vom Ruͤcken nahmen, griff, den Blick auf den Praͤſentirteller gerichtet, und im lebhaften Geſpraͤch mit den Schul⸗ kameraden begriffen, nach dem Glaſe und trank, mit dem Oberamtmann anſtoßend, dem Andenken an die hier froh verlebten Jugendtage, aber die reizende Hebe, die niedliche Renate, ſah er mit kei⸗ nem Auge an.

Der bitterſte Unmuth uͤberwallte des Maͤdchens ſchuldloſes Herz.Er trinkt, ſagte ſie ſchmollend zu ſich ſelbſt,in dem Weine, den du ihm gaſt⸗ freundlich reichſt, dem Andenken an die hier froh verlebten Jugendtage, und denkt deiner mit kei⸗ ner Sylbe; was hat ihm denn nun eigeutlch hier die Tage ſo froh gemacht? Eine Schuͤrze voll Aepfel, die ihm die ſelige Mutter entgegenbrachte, wann er kam? Oder das Gluͤck, die alte Lieſe in die Schwem⸗ me zu reiten? Oder die Seligkeit, bei der Ernte mit den vier gehoͤrnten Porzellain⸗Schecken einfah⸗ ren zu helfen? Sie wendete ſich von ihm ab, und