Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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felbſt Unterricht; und die Minne⸗Sänger, was wa⸗ ren ſie in jenen goldenen Tagen der feinen Hof⸗ ſitte, bis auf die barbariſche Zeit, wo ſie durch die Hofnarren aus dem Kreiſe der Fuͤrſten und Her⸗ ren verbannt wurden, urſpruͤnglich anders, als un⸗ ſere heutigen Kantoren? Nur, daß ſich ſelbſt Kai⸗ ſer und Koͤnige unter jenen aufnehmen ließen! Da⸗ mals galten noch die vier gekroͤnten Töne, Muͤg⸗ ling, Frauenlob, Marner und Regenbogen, die heut zu Tage kein Menſch mehr kennt, und Und da Dein gelehrtes Wiſchiwaſchi, fiel Hi⸗ laritas ihm in das Wort,keinem Menſchen viel frommen moͤchte, ſo wirſt Du am beſten thun, ſtatt der unnuͤtzen Salbaderei, Deine Jungen vorzuneh⸗ men, und ihnen neue Motetten und andere gute Singſtuͤcke tuͤchtig einzuuͤben, damit Du mit Dei⸗ nem Chor, beim Gregorius⸗Umgang, Ehre einle⸗ geſt, wo denn die reichlichen Ehren⸗Geſchenke Eu⸗ rer Zuhoͤrer nicht ausbleiben werden. Ehren⸗Geſchenke, brummte der Kantor vor ſich hin,wie die Menſchen doch erfinderiſch ſind, ihre Blöͤße zu bedecken. Nenne das Ding doch beim rechten Namen. Almoſen iſt es, das man uns zu⸗ wirft, und weiter nichts. Die gute Stadt Eiſenach war die Erſte, welche die leidige Mode aufbrachte, daß die Schuͤler, auf den Straßen herumziehend, Figural⸗Geſaͤnge vortrugen. Die Zuhörer, von dem Talente der Kunſtfertigen entzuͤckt, druͤckten ihnen, in ihrer Erbauung, im Voruͤbergehen eine kleine Vergnuͤglichkeit in die Hand; darum fand die Ein⸗

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