Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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1. 88

macht er ihn zum reichen Kroͤſus von Lydien, nun ſo werden von dem Goldſande ſeines Paktolus dem alten Vater auch wohl ein Paar Koͤrncheu abfal⸗ len, daß er nicht mehr noͤthig habe, vor den Thuͤ⸗ ren der loͤblichen Buͤrgerſchaft und der Honoratio⸗

ren auf den umliegenden Villen, ſein kaͤrgliches

Brod zuſammen zu fiſtuliren. Wie ſo ganz anders ſtand ehedem die Kunſt des Geſanges und die Muſik uͤberhaupt in Ehren. Zu Davids Zeiten war Che⸗ nanja, der Oberſte der Leviten, koͤniglicher Sang⸗ meiſter, und hatte ein Corps von 4000 Saͤngern und Kammer⸗Muſicis unter ſich. Das war doch noch ein General⸗Muſſk⸗Direktor, der ſich ſehen laſſen konnte. Salomo hatte bei der Einweihung ſeines Tempels eine Kapelle von 40,000 Harfeni⸗ ſten, 200,000 Trompetern und 200,000 Saͤngern. An der Spitze der griechiſchen Saͤnger⸗Schulen ſtan⸗ den Orpheus, Heſiodus und Homer. Clemens der Roͤmer, ein Gefaͤhrte des Apoſtel Paulus, fuhrte die erſten Kantoren, unter dem Titel der Pfalmen⸗ Vorſaͤnger, ein. Der heilige Theodoſius war ein ſolcher Kantor, und Primicerius hieß der Ober⸗ Kantor, der die Pſalmiſten zu unterrichten und einzuuͤben hatte; Gregor der Große erhob in der Regel die beſten ſolcher Saͤnger zu paͤpſtlichen Kaͤm⸗ merlingen; der weltbekannte Harfner, Koͤnig Al⸗ fred, befoͤrderte den Geſang⸗Unterricht in Großbri⸗ tannien; Kaiſer Karl der Große deſſelbigen glei⸗ chen in Deutſchland und Frankreich; in ſeiner Hoß⸗ Singſchule gab Se. Kaiferl. Majeſtaͤt Allerhoͤchſt⸗