bahnt?“ fragte Hilaritas, den Großſprecher beſchä⸗ mend,„Eins von den einfaͤltigen Dingern, die von Sachen, die ſie nicht verſtehen, in das Blaue binausſchwatzen, wie ihnen der Schnabel gewach⸗ ſen. Herr Gevatter Reichhart muß den Duͤtchen⸗ Dreher auf ſeinem Comtoir doch; wohl brauchen
koͤnnen; ſonſt haͤtte er ihn nicht zu ſich berufen. Sieh, lieber Mann! der Franen Weiſe iſt, nicht L. vor der Zeit zu reden, ſondern erſt zu handeln,“
und dann zu ſprechen. Die Herren Maͤnner aber,
die gewoͤhnlich Alles beſſer wiſſen wollen, reden im⸗ mer gern vorher, und reden immer gern nachher, und thun, als wollten ſie ſich vor lauter Arbeit—
zerreißen, und wenn man, was ſie gethan, bei Lichte anſteht, ſo iſt es eitel wenig, oder gar nichts.“
„Na, laß gut ſeyn, Hilaritas,“ entgegnete der Kantor,„ich will ja gern zugeben, daß Ihr auch einmal einen geſcheidten Einfall haben koͤnnt.— Aber ſieh, wie die Tugend anſteckt! Fritz hat 2500 mal mehr als ich, und koͤnnte die Heydinger'ſche Auslage⸗Rechnung wohl aus eigenen Mitteln be⸗ richtigen; aber hat Herr Reichhart ſein ſich gege⸗ benes Wort gehalten, will ich das meinige auch nicht brechen. Ich will meinen Gregorius⸗Umgang, der mich immer tief heruntergedruͤckt hat, weil das Ding einer Bettelei ſo aͤhnlich ſieht, wie ein Ei dem andern, diesmal mit Luſt und Freuden hal⸗ ten. Singe ich doch fuͤr meinen Jungen. Und gibt ihm Gott ferneres Gluͤck mit auf den Weg, und


