Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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Handlung nehmen koͤnnte. Viktorinchen, das gute Kind, hat nichts Eiligeres zu thun, als ihm da⸗ von zu ſchreiben, und hier iſt ſeine Antwort.

5.

Sie holte bei den Worten, aus der altfraͤnki⸗ ſchen Nußbaum⸗Kommode, den Brief, und uͤber⸗ reichte ihn mit kaum zu unterdruͤckendem Triumph⸗ Laͤcheln, und der ehrliche Kantor las darin zu ſei⸗ nem Staunen, daß Fritz, nachdem uͤber ihn in El⸗ leben die genaueſte Nachricht eingezogen, und dieſe in jedem Betracht hoͤchſt empfehlend gelautet, gleich nach Oſtern gen Silberſtein kommen, und im Reich⸗ hart'ſchen Comtoir angeſtellt werden ſolle, wo, wenn Fritz ſo wacker bleibe, als er jetzt mehrſeitig ge⸗ ſchildert worden, und ſich in das Geſchaͤft gut ein⸗ ſchieße, der Herr Pathe fuͤr ihn weiter ſorgen wer⸗

e, wie der Vater fuͤr ſeinen Sohn.Noch bin ich, hieß es am Schluſſe des Schreibens,dem armen Jungen das Pathengeſchenk ſchuldig; indeſſen boffe ich, ihm hierunter gerecht zu werden. Ich war naͤmlich zu der Zeit, als der Knabe geboren ward, bei Euch in Luͤnenſcheid, um dort ein nicht ganz unbedeutendes Geſchaͤftchen zu machen. Auf Veranlaſſung Deines Vaters, ward ich zu des Kin⸗ des Tauffeſte eingeladen; an dem naͤmlichen Tage ſollte das beabſichtigte Geſchäft zum Abſchluß kom⸗ men; ich gelobte mir im Stillen, meinem kleinen Pathen zehn Procent vom reinen Gewinne, als Eingebinde zu beſtimmen Ward mir aus meiner Unternehmung, um des frommen Gelubdes wegen,

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