Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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nicht ſchmerzen. Du hielteſt ja längſt ihn fuͤr todt. Jetzt fort mit ihm aus dem Hauſe, ehe der Mor⸗ gen graut. Kein Menſch weiß, wo er geblieben iſt, kein Menſch hat ihn hereinkommen geſehen. Unſere Leute ſchlafen, und Albert bringen wir mor⸗ gen fruͤh nach W..... auf die Schule; dort ver⸗ gißt er den Vater. Er muß morgen fruͤh mit kei⸗ nem unſerer Leute ſprechen; dafuͤr laß mich ſorgen! Jetzt nur dieſen aus dem Hauſe, es wird mir ſonſt ſelbſt unheimlich. Eliſe! geſchwind einen Sack; wir ſtecken ihn hinein, und tragen ihn hinunter an den Muͤhlenteich.

Eliſe rang die Haͤnde! Sie Sie war an dem Morde Schuld. Lebte das Kind des Mörders nicht unter ihrem Herzen, ſie hatte Wilmſen offen und wahr die neuangeknuͤpften Verhaͤltniſſe erzaͤhlt, hätte dieſe Verhaͤltniſſe aufgehoben, und waͤre mit Wilmſen und Albert in das gluͤckliche Doͤrſchen ge⸗ zogen. Wilmſen haͤtte ihr verziehen, denn er war ja ſo gut, ſo ſanft, ſo herzlich. Und nun lag er vor ihr mit zerſchmettertem Schaͤdel. Gehirn und Blut auf ſeinem Geſichte noch vor wenigen Mi⸗ nuten ſelig in ihren Armen, und jetzt kein Lebens⸗ zeichen mehr in ihm. Nicht einmal weinen ſollte ſie! Das Blut preßte ſich zu ihrem Herzen, ſie ſank in die Kniee, ſie erbleichte. Die Sinne ſchwanden ihr, ſie ſtuͤrzte zu Boden, und eine wohlthaͤtige Ohnmacht uͤberhob ſie eines grauſenden Anblicks.