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von Poſttag zu Poſttag. Um nicht unterdeſſen un⸗ beſchaͤftigt zu ſeyn, gab ich den Kindern meines Dorſchens Unterricht im Zeichnen. Die dankbaren Eltern beſchenkten mich dafur mit einem vollſtaͤndi⸗ gen Anzuge und einer Kiſte voll der feinſten Waͤ⸗ ſche. Die Fortſchritte, die meine Kleinen im Zeich⸗ nen machten, erwarben mir ihre allgemeine herz⸗ liche Liebe. Ich hielt taͤglich im Schulhauſe meine Stunden, ich ward der Freund des ganzen Dorfes, und bei der letzten Gemeinde⸗Verſammlung ſetzte man mir einen Gehalt von hundert Reichsthalern und freies Logis und Tiſch aus; letzteres beides erhielt ich, auf Rechnung der Gemeinde, bei dem Pfarrer. Ich mußte ihre Gabe annehmen; denn ich waͤre ohne dieſe Huͤlfe verhungert. Aber Du und
mein Albert?— Taͤglich ſah ich den Schullehrer
mit ſeiner Gattin. Beide waren ſo gut, ſo ſanft gegen einander, Beide lebten ſo gluͤcklich beiſam⸗ men. Tauſendmal bereute ich, daß ich in den Jah⸗ ren unſers Beiſammenſeyns oft ſo ſtreng, ſo hart gegen Dich, Eliſe, geweſen war. Tauſendmal nahm ich mir vor, auch ſo traulich, ſo hingebend zu wer⸗ den, wenn Du wieder mein werden wuͤrdeſt. Du antworteteſt mir auf meine Briefe, auf meine oͤf⸗ fentliche Aufforderung nicht! Geld zum Reiſen
hatte ich nicht. Mich bis H... u zu betteln,
ſchaͤmte ich mich. Ich nahm mir vor, von meinem Gehalte zu ſparen, bis ich ſo viel zuſammen ge⸗ bracht haͤtte, daß ich die Reiſe antreten konnte, ohne
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