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einem nur, vom Major v. D., erhielt ich die Ant⸗ wort, er wiſſe nicht, wo Du ſeyeſt; die andern ſchwiegen alle.“
„Nach langer Ungewißheit, die immer peinigen⸗ der wurde, beſchloß ich, Dich in oͤffentlichen Blaͤt⸗ tern zu bitten, mir Deinen Aufenthalt zu melden. Ich erſuchte den Schulhalter meines Dorfes, dieſe kleine Angelegenheit zu beſorgen. Der Dienſtfer⸗ tige verſicherte, daß er den Aufſatz zur Inſertion be⸗ foͤrdert habe; ich bat ihn um das Zeitungsblatt, in dem die Aufforderung beſindlich ſey; der zarkfuͤh⸗ lende Mann aber bat mich, das Blatt nicht zu le⸗ ſen.„„Jede Zeile,““ ſetzte er geruͤhrt hinzu, „„muß Ihnen ia ein Dolchſtich ſeyn, Herr von Wilm⸗ ſen. Nicht wahr, Suschen, Du liefſt durch die ganze Welt, Deinen Mann zu ſuchen, wenn ich Dir einmal abhanden kaͤme?““ Die liebliche Frau nickte ſchweigend, kuͤßte ihren Mann, druͤckte mir die Hand, und eilte zur Thuͤr hinaus, damit ich ihre naſſen Augen nicht ſehen ſollte. Sie hatten Recht⸗ die Menſchen: ich haͤtte jetzt das Zeitungsblatt um keinen Preis anruͤhren moͤgen! Kopf und Schulter waren geneſen. Ich wollte unter fremdem Namen fort, und Dich in H.... u aufſuchen; dort mußte ich ja doch wenigſtens Deine Spur finden: allein das ganze Dorf ließ mich nicht ziehen. Alle baten, erſt abzuwarten, ob Du Dich auf die oͤffentliche Aufforderung nicht melden wuͤrdeſt. Ich wartete


