— 82— mit wehmuͤthigem Laͤcheln der Kleine.„Ich habe Dich ja nun bei mir, mein Vater, mein lieber Vater, nun werde ich wohl wieder geſund werden. Mein liebes, gutes Vaͤterchen, Du bleibſt doch nun bei uns?“ „Ja, mein einziges Kind! meine Eliſe! nichts ſoll mich nun von Euch trennen. Aber was fehlt Dir, meine reizende Eliſe, Du biſt nicht froh, macht Dir mein Wiederkommen keine Freude? Sieh' un⸗ ſer jauchzendes Kind; ſieh' mich Gluͤcklichen! Hat Dein Herz auch immer fuͤr mich geſchlagen? Eliſe ſank weinend an des Mannes Bruſt. Seine Frage ſtieg in das Innere ihrer Hoͤlle hinab.
„Der Sturm der Ueberraſchung hat meine Freude ertoͤdtet,“ hob ſie mit gepreßter Bruſt an.„Noch fuͤrchte ich zu traͤumen; den Todtgeglaubten in meinen Armen. Und Du biſt ſo gut, ſo weich, ſo theilnehmend.“
„Ach Eliſe, wie viel tauſendmal habe ich meiner Haͤrte, meiner Rauhheit geflucht, mit welcher Liebe Dir in der Ferne jedes ſtrenge Wort abgebeten, das ich oft zu Dir ſprach! Ich habe im ſtillen Kreiſe guter Menſchen gelebt, und bin, glaube ich, beſſer
geworden: und Du? meine ſuͤße, meine himmliſche
Eliſe? und Du?“— „Auch ich will beſſer durch Dich werden,“ ſprach
die Vernichtete, und barg das gluͤhende Geſicht an
der Bruſt des Entzuͤckten.
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