— 81— Unterdeſſen arbeitete die gluͤckliche Braut daheim
3* am Kinderzeuge. Der Abend war ſchwuͤl. Der Him⸗
. mel. rundum umzogen. Am Horizonte leuchtete das
4 Wetter. Eliſe wuͤnſchte des Geliebten baldige Ruͤck⸗
2. kehr, weil ihr allein im Gartenhauſe bangte; da klopfte es gegen zehn Uhr. Freudig oͤffnete ſie die Thuͤre. Statt des Erwarteten trat ein fremder
le Mann herein.
u⸗ Albert hatte eben wollen zu Bette gehen. Er 8
ch ſtand in ſeinem Hemdchen im Zimmer, als der
n. Fremde eintrat, und mit dem lauten Freudenſchrei:
3„mein Vater!“ flog er ihm in die Arme.
Ls
un Wilmſen konnte in den erſten Augenblicken kein
* Wort ſprechen. Er druͤckte Frau und Kind an die
r⸗ r⸗ ſtumme Bruſt; endlich brach ſeine maͤnnliche Feſtig⸗ er keit. Er weinte die ſeligen Thräͤnen des Wieder⸗ ſt⸗ ſehens. Er hatte das Liebſte ſeiner Welt wieder in den Armen: Eliſe und ſeinen Albert. Sein Kind hatte ihn auf den erſten Blick wieder erkannt. Es at⸗ ſchmiegte ſich liebkoſend an ſein Herz, es ſtreichelte ¹ te mit beiden Haͤnden ſeine Wangen⸗ und laͤchelte in er⸗ ſeine Thraͤnen. d„Iſt es denn wahr? bäte ich Euch denn wie⸗ der?“ fragte er zehnmal lin einer Minnte, und kuͤßte Gattin und Kind im froͤhlichen Wechſel. 5 Albert ſah krank und bleich aus, der zaͤrtliche
Vater fragte, was ihm fehle?„Nichts,“ erwiederts


