Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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verlockt, ihre Heimath in hoͤhern Sphaͤren zu ver⸗ muthen, ſo mußten ihn ihre Engels⸗Freundlichkeit, ihr feiner Takt, ihr ganzer Anſtand, in demſelben noch mehr beſtaͤrken.

Nachdem er endlich mit vieler Muͤhe herausge⸗ bracht hatte, daß er den Herrn Oberlandjäaͤgermei⸗ ſter hier in der Laube geſucht und vermuthet, und nicht gefunden haͤtte, und nachdem ſie ihm entgeg⸗ net, daß dieſer mit dem Prinzen bereits auf die Jagd geritten, daß er hoffentlich nicht zu lange ausbleiben werde, und daß Emil daher am beſten thue, ihn hier zu erwarten, ſpann ſich das Ge⸗

ſpraͤch von ſelbſt fort, und ward immer lebendiger,

und ungebundener.

Emil merkte, daß ſie gern wiſſen wollten, wer er ſey; warum ſollte er ihnen den Gefallen nicht thun, ihnen ihre kleine Neugierde zu befriedigen; gewann er doch dafuͤr das Recht, ſich auch nach ih⸗ nen naͤher erkundigen zu duͤrfen; doch, die kleinen Schlauköpfchen waren weniger offenherzig, als er.

Der auffallenden Eleganz ihrer Kleidung nach zu urtheilen, waren ſie beſtimmt aus der Reſidenz; ſie benahmen ihm dieſe Vorausſetzung aber bald durch die Entgegnung, daß ſie in Kohlenrode zu Hauſe ſeyen.

Einen ſchreiendern Gegenſatz, als dieſe beiden ſchneeweißen Engel und das rußige Koͤhlerdorf Koh⸗ lenrode, gibt es nicht;dann habe ich, hob Emil

freudig uͤberraſcht an,beſtimmt das Vergnuͤgen,

die Mamſell Toͤchter des Herrn Forſtverwalters

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