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Die Gelegenheit dazu hatte Emil ihm recht hand⸗ greiflich gegeben; der Reitknecht durfte nur erzaͤh⸗ len, wie auffahrend und trotzig er ſich gegen ihn genommen, ſo mußte ſich ja ein Kind, geſchweige denn Se. Excellenz der Herr Oberlandjaͤgermeiſter ſagen, daß er fuͤr den Hofton in keiner Weiſe tau⸗ ge, und Emil hatte ſeinen Laufpaß in die weite Welt.
Die Weinlaube.
Hoͤchſt unzufrieden mit ſich ſelbſt, und faſt auf dem Wege, umzukehren, und ſeinen dummen Streich durch irgend eine, dem verwuͤnſchten Reitknecht zu erweiſende Höflichkeit wieder gut zu machen, ſchlich er den bezeichneten Weg, zwiſchen Aſtern und Geor⸗ ginen hin, ſah ſich zuweilen ruͤckwaͤrts um, und ſchielte in die Seitengänge, ob etwa die gruͤne Er⸗ cellenz irgendwo zu erſpaͤhen; aber in dem großen weiten Garten war Alles federſtill und lautlos; es ruͤhrte ſich kein Blatt, kein Luͤftchen; einige Spaͤt⸗ linge von Tagfaltern flatterten durch die bunten Herbſtblumen, und zwei kleine Fontainen ſchoßen ihre Waſſerſtrahlen mannshoch gen Himmel, das war das ganze Leben im weiten Garten.— Jetzt, ungefähr zwanzig Schritte vor ihm links, ſtand die hohe Weinlaube; war es ihm doch, als hinge ſich die ganze Traubenlaſt, unter der ſie prangte, ihm an den Hals, da er ſie erblickte. Da drinnen ſaß alſo der Mann und fruͤhſtuͤckte, in deſſen Hand ſein zeitliches Schickſal lag!
Emil holte friſchen Athem in die gepreßte Bruſt;
Clauren Schr. LXIV. 3


