Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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gerade in das Geſicht zu ſehen. Ohne ſich im Min⸗ deſten vertheidigen zu wollen, ſchloß ihm das Gefuͤhl ſeiner Schuld den Mund; er nahm Emil das Pferd ab, und entgegnete ſehr beſcheiden und hoͤflich, daß Se. Excellenz im Garten fruͤhſtuͤckten, und links in der Weinlaube zu finden ſeyn wuͤrden.

Der Garten war groß, der Weg bis zur Wein⸗ laube lang, und daher hatte Emil Zeit genug, von ſeiner Aufwallung wieder zu ſich ſelbſt zu kommen⸗

Noch keine zwoͤlf Stunden war es, daß der Va⸗

ter ihm die weiſeſten Regeln der Lebensklugheit fuͤr ſein neues Verhaͤltniß mit auf den Weg gege⸗ ben hatte, und wie hatte er ſie befolgt! Nichts als ein verſaͤuerter Reſt von Burſchen⸗Tic war ſeine Empfindlichkeit uͤber des Reitknechts großbrodige Nonchalance geweſen; der Student, der in ſeinem gluͤcklichen Duͤnkel der Herr der Welt iſt, hatte ſich in ſeiner, uͤber das bevorſtehende Rigoroſum einmal rege gewordenen Mißſtimmung, von dem Servier nicht gehoͤrig beachtet geglaubt, und deſſen Impertinenz, ſtatt ſie, wie es dem Manne von feinem Tone geziemt haͤtte, zu ignoriren, mit einer drei⸗ mal derbern erwiedert. Wenn nun der Menſch ein Liebling Sr. Excellenz, oder gar des Furſten ſelbſt war! und das war er wahrſcheinlich, denn ſonſt häͤtte er nicht gar ſo aufgeblaſen ſeyn koͤnnen, ſo ſtellte er dem Herrn Emil heute noch ein Bein, und dieſer ſtolperte aus ſeiner Gluͤckskarriere hin⸗ aus, noch ehe er ſie einmal recht betreten hatte.

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