Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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legte, und halb und halb in dem Wahne, ſie wiſſe etwas Beſtimmteres um ſeine Zukunft, und ſehe ihn im Geiſte ſchon an der Spitze, oder doch we⸗ nigſtens im Gremio eines bedeuten den Gerichtsho⸗ fes, ſie fragte, ob ſie ihre muͤtterliche, von ihm ge⸗ wiß immer im Auge zu behaltende gute Lehre, dem kuͤnftigen Richter, dem Menſchen oder dem Sohne ertheilt habe.

Dem Richter, antwortete ſie,dem Men⸗ ſchen und ihre Stimme brach ihr, und man hoͤr⸗ te, welche Gewalt ſie ſich anthat, des Weinens ſich zu enthaltenund dem Sohne! Du wirſt, ſetzte ſie nach kleiner Pauſe, mit zur Erde geſenk⸗ ten Augen hinzu:Du wirſt in den flachen Zirkeln der Reſidenzwelt, uͤber den Dritten manchen Stab brechen ſehen; Du wirſt ihn verurtheilen hoͤren auf die liebloſeſte, unmenſchlichſte Weiſe. Du wirſt da kaum begreifen, wie es moͤglich iſt, daß Leute, die ſich einbilden, zu den gebildetern Staͤnden zu ge⸗ hoͤren, und deren Erziehung eine Maſſe Geldes ge⸗ koſtet hat, ſo ſchonungslos ihr Schuldig ausſpre⸗ chen, ohne die Beweggruͤnde des von ihnen Ver⸗ dammten im Allerentfernteſten zu beleuchten, ohne auf deſſen Entſchuldigungen die mindeſte Ruͤckſicht zu nehmen. Es iſt herzzerreißend, mit anzuſehen, mit welcher teufliſchen Schadenfreude die Menſchen uͤber Jeden, der ſich, nach ihrer Meinung, eines Fehltritts ſchuldig gemacht, herfallen, wie ſie ſich beeifern, das Geruͤcht ſeines Falles zu verbreiten; wie willkommen ihnen die Gelegenheit iſt, ihren

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