Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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gute Nacht, es iſt vielleicht die letzte, die Du un⸗ ter meinem Dache ſchlaͤfſt.

Die letzte? fragte Emil geſpannt, und ſetzte das Licht, das er genommen, um auf ſein Zimmer zu gehen, wieder hin, und ſah dem Vater in die Augen, in denen er zum erſten Male in ſeinem Leben eine helle Thraͤne ſchwimmen ſah.

Ja, erwiederte der Alte mit einer Art von Verdruß uͤber ſich ſelbſt, daß er ſich von ſeinem Ge⸗ fuͤhl ſo unmaͤnnlich habe uͤberraſchen laſſen, und lenkte ein, als habe er mehr geſagt, denn er von Haus aus gewollt;welcher Sterbliche weiß denn, was ihm ſein Schickſal beſchieden! Wenn Du nun Sr. Excellenz gefällſt, wenn Du mit in die Reſi⸗ denz ſollſt

Emil laͤchelte. Die Idee ſprach ihn wohlgefällig an; von der Hauptſtadt des Reichs, und von dem Leben und dem Getuͤmmel dort, machte er ſich wohl eine recht erfreuliche Vorſtellung, aber was ſollte der Oberlandjaͤgermeiſter mit einem jungen Juri⸗ ſten dort anfangen! Was hatte die luſtige Jaͤgerei mit der wackern Jurisprudenz zu ſchaffen! Zur Wahrnehmung des bischen Jagdrechts, was in ſein Fach ſchlug, bedurfte er beſtimmt keines beſondern Rechtsverſtaͤndigen.

Mir waͤre, fuhr der Vater in ſeiner ernſt ge⸗ wordenen Stimmung fort,eigentlich lieber gewe⸗ ſen, wenn Du in Deiner Sphäͤre hätteſt bleiben koͤnnen, Du taugſt mit Deinem graden, ehrlichen Weſen platterdings nicht an den Hof; auch habe