Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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die goldgeſtickte Parade⸗Uniform, und das reiche blankgeputzte Bandelier uͤber die Stuhllehne,Du weißt ja, wie der Vater iſt, wenn ihm irgend ein Geſchaͤft unerwartet kommt; da ſoll morgen großes Treibjagen druͤben in Rehhagen ſeyn; nun muß er in aller Geſchwindigkeit die Treiber und die Kup⸗ peln aus den umliegenden Dorfſchaften und Muͤh⸗ len zuſammen holen laſſen, und die Lappen aus den Zeugſcheunen ſchaffen, und noch dieſen Abend zum Oberforſtmeiſter; da iſt ihm der Kopf ein we⸗ nig warm; er weiß nicht, was er zuerſt machen ſoll, und daruͤber iſt er ein bischen verdruͤßlich.

Und die Staats⸗Uniform? fragte Emil, weil fonſt zwanzig Treibjagen ſtattgefunden, ohne daß der Vater das gute Zeug aufgelegt hatte, und er ſich nicht zuſammen reimen konnte, warum der Va⸗ ter gerade diesmal ſo en gala erſcheinen ſolle.

Der Herr Oberlandjaͤgermeiſter Excellenz kommt morgen fruͤh ſelbſt nach Rehhagen, erwiederte die Mutter, und glaͤttete die weißen Stiefelmanſchet⸗ ten des Vaters mit den Haͤnden auseinander.

Nun deswegen! fiel ihr Emil in das Wort, und wollte hinzuſetzen, daß Se. Excellenz ſchon oft aus der Reſidenz hier in die Gegend gekommen waͤren und gejagt haͤtten, ohne daß der Vater ſich in ſolchen Wichs geſetzt.

Und der Prinz Treumund, ſetzte ſie mit ge⸗ dämpfter Stimme hinzu, und hauchte auf die ſchwe⸗ ren ſilbernen Sporen, die ſie eben aus der Kom⸗ mode geholt hatte, und wiſchte den Hauch ihres