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„Zum Verſetzen iſt der Burſche viel zu groß ſchon,“ entgegnete, den zarten Sinn der Mutter verſtehend, der Vater:„auch iſt zu ſolcher Transplan⸗ tirung die Jahreszeit gegenwaͤrtig nicht guͤnſtig. Doch thue ich Dir gern den Willen; ob er hier faͤllt auf Einen Hieb, oder anderwaͤrts langſam abſtirbt, kommt am Ende auf Eins heraus. Wo willſt Du ihn hin haben?“
„Nahe, moͤglichſt nahe vor unſer Haus,“ ver⸗ ſetzte die Mutter mit herzlichem Danke,„da will ich des Baumes wohl pflegen, daß er nicht einge⸗ hen, ſondern leben ſoll, uns Allen zur Freude.“
Und er ließ geſchehen, wie ſie gewuͤnſcht hatte.
Der räthſelhafte Blick.
Der Vater legte, unter fortwaͤhrendem Kopf⸗ ſchuͤtteln, den zweimal durchleſenen Brief zuſam⸗ men, ſchloß ihn in ſein Pult, warf einen ganz ei⸗ genen Blick auf Emil, und dann durch das Fenſter in den truͤben Herbſthimmel, ging, die Haͤnde auf dem Ruͤcken, und das Auge zur Erde geſenkt, eini⸗ ge Male im Zimmer auf und ab, pfiff dem im Hofe beſchaͤftigten Jaͤgerburſchen Kurt, gab ihm mit einer Miene, als wolle er ſich die boͤſen Grillen ver⸗ reiten, den Befehl, den Braunen zu ſatteln, und ritt in raſchem Trabe dem heraufdaͤmmernden Abend entgegen, hinaus in den dunkelnden Forſt.
Der Brief mußte Emil betreffen. Etwas Gu⸗ tes konnte er nicht enthalten, denn der Vater war ſichtbar verſtimmt; aber boͤſe konnte man den Blick nicht nennen, mit dem er ihn vorhin uͤberſtreift


