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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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Garbinen oͤffnete, um ihren Zuſtand zu be⸗ obachten, erblickte man ſie von dem Schmerz, der ihre Eingeweide zerriſſen hatte, krampf⸗ haft zuſammen gezogen die Zuͤge entſtellt das Auge weit offen, und im gräßlichſten Todeskampf gebrochen. Sie ſchlief wirklich, aber jenen tiefen, ſchauervollen Schlaf, dem kein Erwachen mehr folgt moͤge der Richter uͤber den Sternen ihr verzeihen.

Der Schmerz der gemachten Entdeckun⸗ gen, die ſein Ideal der hoͤchſten weiblichen Vollendung in den Staub der Erniedrigung ſtuͤrzten, und das Entſezzen uͤber Eugeniens Tod, und die Art, wie er ſie betroffen, die man ihm mit ihrem hinterlaſſenen Briefe ſchonungslos hinterbrachte, wirkte ſo furcht⸗ bar auf Leo's durch vielfache Gemuͤthsbewe⸗ gungen ſchon lang vorher erſchuͤtterte Ner⸗ ven, daß er in eine ſchwere Krankheit ver⸗ fiel, aus deren Gefahren jedoch die Kraft

der jugendlichen Natur, unterſtuͤzt durch die

Kunſt der Aerzte, ihn endlich rettete. Monate waren vergangen, als er mit dem Gefuͤhl der in ihm einkehrendlu Gene⸗

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