312 ihren Kummer, ſo wie ihre Wuͤnſche anver— traut hatte, erleichterte ihr auf alle Weiſe die Ausfuͤhrung des Plans, von dem ſie ſich Beruhigung verſprach. Denn waͤhrend Benndorf ſich ihr zum
Begleiter anbot, erbat ſich ſeine Gattin,
während ihrer Abweſenheit die Pflege ihres
tränkellden Vaters uͤbernehmen zu duͤrfen,
und dieſer verweigerte ſeine Einwilligung
keineswegs, da er einſah, daß ſeine Tochter
nur auf dieſem Wege ihre durch Zweifel und orge geſtoͤrte Gemuͤthsruh wieder rde.
Die Furcht, daß Eugeniens Intriguen⸗ geiſt endlich ganz uͤber die fromme, duldſame Agnes geſiegt haben moͤchte, und daß dieſe vielleicht ihrem Schmerz erlegen ſei, bildete waͤhrend dieſer mehrtaͤgigen Reiſe den duͤſte⸗ ren Hintergrund jeglicher Erwartung in Ber⸗ 3 tha's Seele, und den ausſchließlichen Stoff ihrer Geſpraͤche mit Benndorf, der nicht er⸗ mangelte, durch manchen einzelnen Zug von der Liſt und Verſchlagenheit des gefaͤhrlich⸗ ſten Geſchoͤpfs, das ſo feindſelig in Agnes
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