302 ſtuͤrzen, und unter dieſen Truͤmmern mich und meinen guten Namen begraben werden; wenn Du nur dann zufrieden biſt, will ich mir Muͤhe geben, es auch zu ſein, und ſo ſtill ergeben, wie gebrochene Kraft und ge⸗ täuſchte Hoffnung nur immer machen koͤn⸗ nen, den Richter unſeres ewigen Schickſals anflehen, daß er Dein Leben begluͤcke, und mich bald zu ſich empor rufe— hinweg von dieſer ſchwankenden Welt, wo ich nichts feſtes und zuverlaͤßiges fand, als die Gefuͤhle meiner eigenen Bruſt, die es zu meinem Ungluͤck waren.
Sie wandte ſich bei dieſen Worten von ihm ab, um, gleichſam erſchoͤpft, und aufge⸗ loͤſet von dem namenloſen Weh, das ſie durchzitterte, in einen Seſſel zu ſinken. Im Glanz der Thraͤnen, die langſam uͤber ihre Wange rollten, ſchimmerten die ſchoͤnen, un⸗ beweglich gen Himmel gerichteten Augen zwiefach, waͤhrend ihre Zuͤge, von der Glo⸗ rie der ſchwerſten Entſagung, wie von einem Heiligenſchein umgeben, mit dem froͤmmſten Ausdruck der Reſignation und der Gott er⸗


