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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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an, daß ich Dich ſo ungeſtuͤm verließ; aber welch ein Elender muͤßt' ich ſein, wenn ich gleichguͤltig bleiben köunte bei der Zerſtörung eines Weſens, das mir einſt ſo theuer war, und die, wie mein Gewiſſen mir vorwirft, wohl groͤßtentheils mein Werk iſt. Habe Mitleid mit dem gerechten Schmerz, den dieſer Gedanke in mir erregt. Ach— es iſt ein entſezliches Loos, im ſteten Kampf mit den Geboten ſeiner Ueberzeugung, und mit den heißen Wuͤnſchen ſeines Herzens zu ſein.

Da nahm ſich Eugenia zuſammen, und mit heroiſchem Anſtand, gemildert durch den tiefſten Schmerz der Liebe, ſagte ſie: meine Liebe zu Dir iſt nicht von der engherzigen Art, daß ſie nur das eigene Gluck bedingt. Ich bin bereit, Deiner Ruhe jedes Opfer zu bringen, wenn ich die Schreckbilder, die ſie zerſtoͤren, auch nur fuͤr Chimaͤren erklaͤren muß. Laß immerhin das ſchoͤne Luftſchloß meiner Zuverſicht, das ſich auf die Wahrheit

Deiner Empfindung fuͤr mich, auf Deine

Feſtigkeit und Treue gruͤndete, in Trümmern