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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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chen, wenn ſie ſcheinbar aufgehoͤrt haben,

den Deinigen zu begegnen. Daher mußt Du Dich ſtellen, als wageſt Du nicht mehr, der Hoffnung zu vertrauen— deſto inniger wird die Muͤhe ſein, die er ſich giebt, ſie wieder in Dir anzufachen.—

Als nach mehreren Stunden Johanna ihm meldete, daß die ſtarre Betaͤubung, in der die Graͤfin lag, ſich in einen milden Schlummer verwandelt habe, der endlich ihre muͤden Augenlieder zugedruͤckt, und daß die Aerzte eben von dem Balſam deſſelben ſich die vortheilhafteſte Wirkung verſpraͤchen, glaubte Leo Eugenien ſchuldig zu ſein, ihr dieſe troͤſtende Nachricht zu uberbringen, und

die von innerer Erſchuͤtterung und Sorge

uͤbertäubte Neigung zu ihr flammte feuriger als jemals wieder auf, als ſie, die er in ei— nem, ſein tiefſtes Gefuͤhl beleidigenden, faſt freudigem Affekt verlaſſen, ihm jezt weiblich ſanft, dem Anſchein nach ſehr ge⸗ beugt, aber mild, und unausſprechlich reizend in ihrer Traurigkeit, entgegen kam. Vergieb, meine Eugenia! redete er ſie

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