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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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ſtenz zum Opfer bringen, die ſich mit allen Wurzeln des heißeſten Begehrens auf ſeine Leidenſchaft fuͤr ſie, ſo wie auf den Unter⸗ gang ſeiner Gemahlin zu gruͤnden ſtrebte.—

Aufgeregt in ihrem tiefſten Inneren zu flammendem Zorn, zu bitterem Hohn gegen das Schickſal, gegen Leo, gegen ſich ſelbſt, rauſchte ſie am Spiegel voruͤber, der ihr entſtelltes Bild, ſchaudererregend, ihr zuwarf. Vor ſich ſelbſt erſchreckend, brachte dieſer An⸗ blick ſie ſchnell wieder zu ſich. Nicht ſo, fluͤſterte die Klugheit ihr zu, darf ſein Auge Dich erblicken. Sanft, duldend, gekraͤnkt, bereit zuruͤckzutreten, aber auch unvermeidlich dann der Verzweiſlung Preis gegeben, mußt Du bei dem naͤchſten Wiederſehen ihm erſchei⸗ nen, und durch eine tiefere Schmerzensfaͤhig⸗ keit, die Du zur Schau traͤgſt, ſeine Theil⸗ nahme von ſeiner Frau abziehen, um ſie Dir zuzuwenden. Nach dem gewoͤhnlichen Wider⸗ ſpruch, der das Gemuͤth der Menſchen re⸗ giert, ſezte der immer thaͤtige Geiſt der Spe⸗ culation in ihr hinzu, werden ſeine Wuͤnſche nach Deinem Beſiz um ſo gluͤhender erwa⸗