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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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berzeugung von der himmliſchen, ihr eigen— thuͤmlichen Guͤte ihm ſagte, daß ſie, die ganz Milde und Liebe war, nicht zuͤrnend und mit finſterm Groll dahin ſcheiden werde, ſon— dern ſanft verſoͤhnt, und den Urheber ihrer Schmerzen noch mit dem lezten ſtummen Athemzug ſegnend, ſo linderte dies ſeine Qualen doch nicht, denn: wird der Moͤrder dadurch entſuͤndigt, rief die Stimme der Verzweiflung in ſeinem Innern, wenn ſein Schlachtopfer mit brechenden Augen ihm zu⸗ winkt: ich habe Dir vergeben?—

So hoffnungslos die bleiche Kranke ſei⸗ nen angſtvoll beklommenen Anſichten auch ſchien, ſo verzagten die Aerzte doch noch nicht ganz an ihrem Leben— nur forderten ſie die tiefſte Ruhe, und das Vermeiden je⸗ der Gemuͤthsbewegung, wenn ſie wieder zum Bewußtſein erwachen ſollte. Leider mußte er ſich vorſagen, daß ſein Anblick nicht wohl⸗ thätig auf ſie wirken koͤnne, und daß ſie wahrſcheinlich in den erſten Momenten der wiederkehrenden Beſinnung zu ſchwach ſein

werde, ihn zu ertragen. Er entfernte ſich