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nige Augenblicke, ohne Bewegung und in Thränen zer⸗ fließend, umfaßt.
Der Graf von Norindall entriß ſich zuerſt dieſer ſchmerzlichen Seene.
»Ich muß dich verlaſſen„„ſprach er;„her es iſt nur für eine kurze Zeit, und es wird das letzte Mahl ſeyn.«— Das letzte Mahl lK wiederholte Carl, bebend.
»Morgen,« erwiederte Ecbert, vwerden wir uns hier wiede finden; morgen werden wir uns nicht mehr trennen.« Bey dieſen Worten drang er in den Wald.— »Ecbert,« rief Carl im ſchmerzlichſten Tone,»mein theu⸗ rer Ecbert, lebe wohl!«
Welch jammernder Ausdruck lag in dieſem letzten Rufe! Ach! es ſchien ihm, als ob er zum letzten Mahle ſeinen Freund umarmt hätte. Warum mußte ſich in den unbeſtimmten Raum der Lüfte der Klageton Carl's verlieren! wäre er bis zu ſeinem Waffenbruder gedrun⸗ gen, er hätte ihr Schickſal geändert.
Norindall war ſchon weit vom wilden Berge: lange war der Fürſt ihm mit den Augen durch die Bäume gefolgt. Plötzlich ſprang er zurück in ſeine Hütte, warf ſich auf das verlaſſene Lager, auf welchem ſeine Geliebte geruht hatte, und rief ſie in klagenden Tö⸗ nen:—»Elodie, theure Elodie! hier warſt du unter meinem Schutze. Hier ſollte ich dich beſitzen... hier ſchlug für mich dein Herz... Du biſt nicht mehr, und ich weile wieder allein K
Die Nacht bedeckte ganz Underlach mit ihren dichten Schatten; Carl führte endlich ſein Vorhaben
aus. Schon ſtieg er vom wilden Berge hexrab; er wen⸗


