Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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141 thaten als du? wer kannte die Freundſchaft beſſer? Wer auf dem Gipfel menſchlicher Größe, als Gebiether über Könige, als Beſieger der Völker, als Held der Welt: wer würdigte den unberühmten Ecbert, auf ihn einen ſchützenden, freundſchaftlichen Blick zu werfen? Wer bekleidete mich mit Würden? Wer hat mir drey⸗

mahl das Leben gerettet*«

Carl,« fuhr er fort, vich verdankte dir meine Erhebung, meine Titel, meine Reichthümer; von die⸗ ſem Tage an entſage ich Allem; fern von Palläſten und Höfen werde ich von nun an keine andere Wohnung

haben als deine Hütte, kein anderes Daſeyn als dein

Leben. Auf dem dürren, öden Erdballe will ich nichts mehr ſehen, Keinem mehr folgen, Niemanden mehr lie⸗ ben als Carl, nicht den vom Glücke begünſtigten, und vom Ruhme gekrönten Carl von Burgund, ſondern

meinen Waffenbruder, den Einſamen vom wilden

Berge.«

Der Herzog von Burgund bedeckte ſich die Augen mit den Händen; das Schluchzen erſtickte ihn faſt, kaum athmete er. Nein,« ſprach der Unglückliche, als ob er ſich ſelbſt antwortete;»nein, er war kein Ungeheuer, der ſo geliebt werden konnte le.

»Carl,« fuhr Ecbert fort,»bedenke, daß dir Nie⸗ mand mehr auf der Erde übrig geblieben iſt, als ich; antworte: Willſt du mir deine Einſiedeley öffnen?

Zu lebhaft bedrängt konnte der Fürſt kein Wort hervorbringen, aber er ſtreckte die Arme nach dem hoch⸗ herzigen Ecbert aus; er ſchloß ihn mit Entzücken an ſein Herz; und die beyden Verbannten hielten ſich ei⸗