Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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liſches Licht ſich verbreite! Worte des Friedens und des

Weils, durchdringet Carl's Herz! Letzte Kräfte meines Lebens, ſchwinget euch auf aus mir, daß ich ihn

und daß ich ſterbe!« Bey dieſen Worten unterbrach ihn Carl mit Hef⸗ tigkeit, von unbekannter Macht bezwungen, von un⸗

widerſtehlicher Regung getrieben: Gerechter Gott,

der du auch die Schickſale Elodiens lenkteſt, noch nicht genug ſind alſo die Verbrechen meines Lebens gebüßt!.. Wohlan, das letzte, 6 grauſamſte Zeugniß menſchlicher Unterwerfung entreißeſt du mir. Ich falle dem Manne zu Füßen, der mir alles auf der Erde entriſſen, der mir mehr als das Leben genommen hat! Ich er⸗ flehe meine Vergebung von dem Manne, der gegen mich der grauſamſte unter den Menſchen war. Hier, er iſt der Mörder Elodiens, und ich will ihn meinen Vater nennen.«

Darauf kniend vor Anſelm fuhr er fort:»Die⸗

ner des Hekrn, nimm deinen Fluch von mir! jede Schranke zwiſchen mir und Elodien falle! Entſündige

Carl den Kühnen, öffne ihm die Pfade der Unſterb⸗

lichkeit!.. Mein Vater, ſegne mich.« Indem er dieſe letzten Worte ſprach, erſtarb ihm

die Stimme auf den Lippen. Das ſchreckliche Opfer

war vollbracht; ſeine Kräfte verließen ihn. Am Fuße des Kreutzes, das er uhfaß hielt, blieb Car vernich⸗ tet liegen.

»Barmherziger Richter!s ſprach nſen mit aer Erhebung des chriſtlichen Glaubens; ves iſt vollbracht, du vergibſt; ich fühle es, dein himmliſches Feuer iſt