Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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täuſchen?. Willſt du durch ſündige Handlungen, durch ein gottloſes Ende dich in den Abgrund zurück ſtürzen?. Willſt du, daß die geliebte Jungfrau, welche dich ruft, noch im Aufenthalte unvergänglicher Seligkeit Thränen um dich vergieße?«»Sie ruft mich! wiederholte Carl mit irrem Geiſte. »Horcht l«

r ſprach's und ſeine Blicke nach dem Trauer⸗ kreutze wendend, glaubte er einen Lichtſtrahl auf die Waiſe des Kloſters herabfallen zu ſehen; die Züge Elodiens glänzten in überirdiſchem Lichte. Das Ge⸗ büſch war wie von einem Weihrauchgewölke durchduf⸗ tet; und es ſchien, als ob in den höhern Räumen der Luft eine himmliſche Stimme den Nahmen Carl aus⸗ geſprochen hätte.

»Anſelm la rief der Fürſt außer ſich ſelbſt,»ſie hat zu mir geredet. ſie erwartet mich. Aber wer ſoll die Hinderniſſe heben, welche mich von ihr tren nen? wer ſoll mir den Himmel öffnen?1

»Wer antwortete Anſelm, von heiliger Begeiſterung

ergriffen;»der, dem als Nachfolger der Apoſtel, die Macht verliehen wurde, zu verdammen und loszuſpre chen, zu binden und zu löſen.. ein Diener des Herrn, Anſelm ſelbſt.«

»Ihr, Grauſamer!... rief Carl und wich mit Schrecken zurück.»Allmächtiger Gott,« fuhr An⸗ ſelm fort,»nimm den Unglücklichen zu dir. Was ver⸗ mag ich Schwacher ohne deine Hülfe! Geiſt Gottes, erfülle mich! daß das Waſſer des ewigen Lebens vom trocknen Felſen fließe! daß in der ſinſtern Wüſte himm⸗

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