— 135— ſpricht zu mir. H! antworte Elodie! haſt du nicht eben mir zugerufen. Halte einle
Und Carl fiel mit irren Sinnen bey ſeiner Ge⸗ liebten auf die Knie, beugte ſich gegen ſie und fragte noch, und wiederholte in jammernden Tönen: vAnt⸗ worte, Elodie, antworte!... es iſt dein Geliebter, der dich ruft.« Der Greis theilte den Schmerz und die Angſt Carl's. „Elodie,« rief auch er aus,»ſchützender Engel! kannſt du nicht ſeiner Stimme antworten?... O du, die du ihn ſo ſehr geliebt haſt, du gieße wenig⸗ ſtens aus den unſterblichen Wohnungen, in welchen du ſchon verweilſt, tröſtenden Balſam auf die Wun⸗ den des Unglücklichen!
Bey dieſer rührenden Bitte betrachtete der Fürſt erſtaunt den Greis. Die Augen voll Thränen und zum Himmelsgewölbe erhoben, erflehte Anſelm für Carl die
göttliche Barmherzigkeit. Sein weißes Haar, ſein from⸗ mes Gewand, ſeine begeiſterte Stimme, alles an ihm „ rrinnerte an den Mann der Wüſte, zu dem der Ewige. ſprach, oder an den Apoſtel des Evangeliums, der die gefallene Seele zu Gott zurück rief.
»Du betheſt für mich?« ſprach der Fürſt mit dum⸗
pfer Stimme, aber ohne Zorn:»„Grauſamer, haſt du . deinen Fluch vergeſſen?«..—»Ich dachte nur an
dein Unglück,« antworteie Anſelm mit Geiſteskraft. „Carl, für kurze Zeit hat dich der Ewige von dem Engel getrennt, den er dir nur ſandte, um dich zu ihm ½ zurück u führen: willſt du die Hoffnung des Himmels
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