Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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nung: er erzaͤhlte den Beweggrund desſelben und ſeine rührende Bitte. Kaum wieder geneſen von ſeinen Wunden, hatte Ecbert bleich und leidend in der Hütte gewacht, er opferte ſich für ſeinen Waffenbruder. Carl betrachtete ihn, hörte ihn, und nach und nach öffnete ſich wieder ſeine Seele den Regungen des Gefühls: eine flüchtige Thräne fiel von ſeinem Augenliede. Ecbert ſtürzte in ſeine Arme:»Weine,« rief er aus,»weine; der Himmel und die Erde erwarteten dieſe Thräne.«

Die Erde!« antwortete der Fürſt,»die Erde erwartet von mir nichts mehr als meine ſterbliche Hülle; und der Himmele.

»Der Himmel,« unterbrach Ecbert,»der Himmel

iſt entwaffnet; Hymen's Fackeln können ſich noch ent⸗ zünden.«

Carl antwortete nichts. Ecbert zeigte ſeinen Ge⸗ danken nur tröſtende Bilder, ließ nur die Hoffnung ſprechen. Den Wünſchen ſeines Freundes folgend, ver⸗ ließ der Fürſt die Einſiedeley nicht; aber zwey Tage vergingen in der tödtendſten Bangigkeit; von der Ab⸗ tey kam keine Nachricht!. und der Graf von No⸗ rindall fürchtete, ſich von Carl zu entfernen!..

Welch ſchreckliche Ungewißheit! Ecbert fing an, ſich von Anſelm verlaſſen zu glauben, und Anſelm hatte doch nicht aufgehört, ihm geheime Bothen zu ſchicken, um ihn von dem verzweifelten Zuſtande der Waiſe und von den Fortſchritten der Krankheit zu unterrichten; aber keiner von ihnen hatte es gewagt,

das fürchterliche Gebirge zu erſteigen, und durch ihre

falſchen Berichte wurde der Greis hintergangen.