Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ich ruhen. Möge ein Leben voll Entbehrung und 4 Martern den Ewigen für dich beſänftigen, und bis auf die letzte Spur die ſchrecklichen Schläge verſchwinden laſſen, welche ich wider meinen Willen dir beygebracht habe l« 3 Seine ganze Seele mahlte ſich in ſeinen feurigen Reden, ſein glühendes Gebeth war das religiöſer Be⸗ geiſterung. Der Greis both ſich dem Allmächtigen zum Opfer, mit Begeiſterung flehte er um verſöhnende Bü⸗ ßungen; um ſie dem Glück und dem Leben wieder zu geben, weihte er ſich dem Leiden, wollte er der Mär⸗ 6 tyrer ſeiner Opfer ſeyn.

Schon lange hatte der Greis ſeinen Weg zurück nach dem Kloſter genommen, als der Herzog von Bur⸗ gund wieder in's Leben kam. Die erſten Strahlen des Tages erleuchteten die Hütte.»Elodie, Elodie K... rief Carl aus, indem er ſeine Blicke um ſich warf: 6 aber die ſanfte Stimme der Waiſe antworkete nicht mehr dem Rufe der Liebe.

Der Fürſt erlangte wieder ſeine Beſinnung: die finſterſte Niedergeſchlagenheit lag auf ſeinen Zügen; ſeine Ruhe war der letzte Abſchnitt ſeiner Leiden; ſeine Ergebung war nicht Segen bringend, ſeine düſtere Geiſtesſammlung war moraliſche Vernichtung. Carl hatte in ſeinem Leben alle Klagen des Unglücks erſchöpft, alles Geſchrey der Wuth, alle Seufzer innerer Qual, alle Töne der Verzweiflung. Ach! bey ihm war dieſes Schweigen unter allen Kußerungen des Schmerzes die

Noch behielt der Graf von Norindall einige Hoff⸗