gende Rechtfertigung hörte; Eebert ſeufzte und ſeine Vorwürfe verſiegten.
„Edelmüthiger Graf von Norindall,«fuhr Anſelm
fort,»ungeachtet der Dunkelheit, der Gefahren des Weges, und meines vorgerückten Alters wollte ich dieſe Nacht mit euch ſprechen. Der Himmel hat mir Kräfte verliehen, bis zu euch zu kommen: ſein Zorn kann ſich noch ſtillen, das Ende der rächenden Züchtigungen iſt vielleicht gekommen. O, ſaget Carln, da er mich nicht hören kann, ſaget ihm gewiß, daß ich nicht an der Vor⸗ ſehung verzweifle, und daß hiernieden kein übel unver⸗ beſſerlich iſt.«
»„Wie«rief Ecbert,»Ihr könntet hoffen?— »Die Hoffnung iſt eine Tochter des Himmels,« unter⸗ brach der Greis: vwir wollen ſie nicht zurückſtoßen. Der Ewige, der durch meine Stimme den Fluch ſprach, kann durch meine Stimme auch Vergebung verkünden. Aber, Ecbert, um Carln und die Waiſe zu retten, laßt euch durch meinen Rath leiten! unterſtützet ihr die Bemü⸗ hungen eines Greiſes W—»Ach,« ſprach Ecbert mit Feuer, vverfüget über mein ganzes Leben. Befehlt, ich gehorche! ſprecht was ſoll ich thun?.
»Haltet Carl in der Einſiedeley zurück, und einige
Tage hindurch ſey ihm der Zutritt in die Abtey ver⸗
ſagt. Die Tochter St. Maur's liegt am Tode, die ge⸗
ringſte Aufregung kann ihre Tage endigen; der Anblick des Fürſten in dieſem Augenblicke würde ihr den Todes⸗
ſtoß geben. Weder er noch ich dürfen vor ihr erſcheinen.
dien zu wachen
Ecbert, hüthet Carln, ich kehre ic um über


