Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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chen des Weihrauchs herrſ chte der Hauch des Schreckens. Keine menſchlichen Tritte, keine ſterbliche Stimme bra⸗ chen das ſchreckliche Schweigen der Gräber. Unter die⸗

ſen unſeligen Gewölben war alles von der Verſtoßung getroffen, und Carl hörte nichts, als dann und wann das heiſere Schreyen des Trauervogels, welcher die ver⸗

laſſenen Gallerien durchflog. Unheilbare Schmerzen ſind ſtumm wie das Grab;

die von Carl hatten das höchſte Maaß menſchlicher Lei⸗

den erreicht. Unbeweglich vor Betaubnng, ſtarrte er, ſeinem eigenen Bilde gleich, ſeinen Freund an, als ob Ecbert's Andenken aus ſeinem Gedächtniſſe verwiſcht wäre. Er erhob ſich und ging, als ob er ſich verſichern wollte, daß er Bewegung und Leben erhalten habe; er berührte ſich mit Erſtaunen, als ob er ſich zum erſten Mahl befühle; er ſprach mit tiefer Stimme, als ob er ſich frage, wer er ſey⸗

Er entfernte ſich von Eebert und verlor ſich un⸗

ter die dunklen Gewölbe der Abtey. Sein Blick war

verſtört, ſein Gang ſtürmiſch; an einer Säule ließ er ſich nieder, neigte ſeine Stirn zur Erde, ließ ſeinen Lip⸗ pen einige unzuſammenhängende Worte, einige ſelt⸗ ſame Laute entſchlüpfen, und ſchien geheimnißvoll ſich mit unſichtbaren Mächten zu unterhalten. Ecbert nd⸗

herte ſich, er ſprach zu ihm... Carl geboth ihm

mit einer Geberde Stillſchweigen, als ob er eine an⸗ dere unbekannte Stimme höre.

Der Gewitterſturm war vorüber. Dem Grafen von Norindall, der immer bey ſeinem Freunde blieb, gelang es, ihn aus der verhängnißvollen Kirche zu ent⸗

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