Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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nun den Nahmen hören, den ihm der Einſame bloß in

Gegenwart des Ewigen entdecken wollte: der ſchwei⸗ gende Greis glich einem Richter; ſein forſchender Blick war beſtändig mit Schrecken auf Carl gerichtet, und mitleidsvoll auf Elodien.

Die Ceremonie begann: neben Elodien auf die Knie geſenkt, wagte der Einſame noch nicht dem Him⸗ mel zu danken, er konnte ſich den Grund davon nicht erklären; aber am Fuße des hochzeitlichen Altars ſuchte er, zitternd wie am Fuße eines Rache⸗Tribunals, ver⸗ gebens den Gott der Gnade, er ſah nur den Gott des Schreckens.

Der Pfarrer von Underlach näherte ſich den Lie⸗

benden, und mit feyerlichem Tone fragte er den künf⸗

tigen Gatten, welchen Nahmen und Titel er unter den Menſchen führe. Der Einſame erzitterte, als ob die Frage ihn in Erſtaunen ſetze, als ob er nicht darauf antworten ſolle.. Er zögerte, mit unſichrer Stim⸗ me ſprach er endlich die Worte:»Carl von Bur⸗ gund.«

Bis zum Altare wankte Anſelm erſchreckt zurück,

ſeine Haare ſträubten ſich auf dem Kopfe, ſeine Knie zitterten unter ihm; mit ſeinen Händen bedeckte er die Augen, und ſtieß einen Schrey des Entſetzens aus, und das ſchrecklichſte Schweigen folgte dieſen Tönen der Beſtürzung, welche wiederholt von dem Echo der alterthümlichen Bogengänge unter finſtern Gewölben verhallten, wie der Nothſchuß der Schiffbrüchigen un⸗ ter dem dichten Gewölk des Sturmes.

Plötzlich erhob Anſelm, wie prophetiſch begeiſtert,

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