im Laube ſpielten, noch das ferne Murmeln der Waſ⸗ ſerfälle, noch die harmoniſchen Töne der Sänger des Waldes: ſie liehen das Ohr nur den vollen Tönen der Liebe, den glühenden Worten des Gefühls; und wenn ein beredtes Schweigen ihren leidenſchaftlichen Geſprä⸗ chen folgte, ſo hörten ſie nur das Seufzen und das Schlagen ihrer Herzen.
dit Bedauern zog ſich die Tochter der Abtey un⸗ ter das ländliche Dach zurück, wohin die nächtliche Stunde ſie rief. Sie mußte den Einſamen verlaſſen, und jeder Augenblick, den ſie fern von ihm zubrachte, ſchien ihr ein Raub an ihrem Glücke. Ein eben ſo bie⸗ derer Krieger als zärtlicher Liebender, wachte Carl am Heiligthume der Unſchuld mit Begeiſterung und Ach⸗ tung, und unter der Obhuth der Liebe, in der Macht des leidenſchaftlichſten aller Menſchen entſchlief die ſchönſte unter den Jungfrauen, voll Vertrauen, glücklich und rein.
Die leichten, nicht tiefen Wunden Ecbert's waren ſchon vernarbt. Carl hatte ſeinen Waffenbruder wieder geſehen und hatte ihn von ſeinem Glücke unterrichtet. Welches Opfers war nicht der edelmüthige Graf von Norindall fähig! Er verſprach Carl zum Altar zu begleiten, und Zeuge des ehelichen Schwurs zu ſeyn⸗ der für immer ihn von Elodien trennen ſollte.
Wie lange ſchien die Nacht dem Fürſten! Endlich
kam Aurora hervor: aber wie wenig war die Natur mit dem freudigen Herzen des Einſamen im Ein⸗ klange!. Das Himmelsgewölbe war mit dunklen Wolken beladen, und fern am finſtern Horizont erhoben
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