Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ſehen, er wollte den hochherzigen Echert in ſeine Arme ſchließen: ſeine dem Glücke wieder geöffnete Seele war voll von Dank und Zärtlichkeit. Ach, Verzeihung und Mitleid dem Manne, deſſen reinſte Gefühle am Buſen des Unglücks erſtarren, und ſich verharten muß⸗ ten, gleich dem Waſſer, welches in die Erde dringt und unter dem Felſen friert!„„ Aber Haß und Verachtung der unempfindlichen Seele, welche, wenn das Glück als ein himmliſcher Thau von Reuem auf ſie herabſteigt, nicht um ſich die Freuden des Froh⸗ ſinis, des Wohlthuns und der Liebe verbreitet!...

Anſelm ſah die Tochter Saint⸗Maur's nahen; er ſtieß einen Schrey der überraſchung aus: welche Freude

rurchdrang ſeine Seele, mit welcher Aufmerkſamkeit lieh er ſein Ohr der Erzählung ihrer Befreyung!.. Außer dem Nahmen und den Geheimniſſen des Ein⸗ ſamen hatte Elodie dem Vater Anſelm nichts verhehlt. Ihre Wünſche, ihre Entſchlüſſe und die Beweggründe ihres Beſuches, alles hatte ſie ihrem alten Freunde entdeckt. Anſelm hatte ſie angehört, ohne ſie zu unter⸗ brechen; aber öfter als ein Mahl waren tiefe Seufter ſeinem Buſen entſchlupft. Elodie bemerkte mit Rüh⸗ rung, daß ſeine Augen mit Thränen gefüllt waren, mit Unruhe erwartete ſie ſeine Antwort.

„Alſo um die Gattinn des geheimnißvollen Ein⸗ ſamen zu werden,« ſprach endlich der verehrungswür⸗ dige Greis, vum die Gattinn zu werden von einem Manne ohne Nahmen, ohne Rang, ohne Vermögen,

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hat die ſanfte Jungfrau die Hand des edlen, tugend⸗

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