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liebten wohnen; die Hütte ſollte wieder neu erbaut werden; die Liebe, die Zauberinn der Natur, ſollte allein ihre Arbeiten leiten; und ein Pallaſt wurde für die Waiſe die Hütte des Einſamen, ein Thron für Carln der Felſen, welchen Elodie bewohnte!... Nach dem Plane des Fürſten ſollte die Tochter Saint⸗Maur's Anſelm aufſuchen. Der würdige Pfar⸗ rer von Underlach konnte nicht vergeſſen haben, daß Conrad, ſein geliebter Reffe, das Leben dem Einſamen danke; er ſollte die beyden Liebenden in der Capelle der Abtey vereinigen: keine irdiſche Macht hatte das Recht, ſich der Verbindung der Waiſe zu widerſetzen. Elodie war ihrer Familie unbekannt; Carl war von allen Menſchen vergeſſen; ſie wollten Eines für das Andere leben; ſie wollten ſelbſt nicht im Weltall zwey ver⸗ ſchiedene Weſon ausmachen. In dem reinſten Entzücken der Seele, in der
ſüßeſten Begeiſterung des Gefühls hatten beyde nicht
das Dahineilen der flüchtigen Stunden bemerkt. Ach! dieſe grauſamen Töchter der Zeit tragen jede ihre Si⸗ chel in der Hand, mit welcher ſie ausgehen, die Freu⸗ den der Menſchen hinwegzuraffen, faſt in dem Maaße, wie er ſie genießt.
Wie ein ſchnelles Leuchten des menſchlichen Glücks war der Tag hingeflohen. Gegen Abend ſtieg Elodie das Gebirge herab, geſtützt auf ihren Freund, ihren Beſchützer, ihren Geliebten, ihren Gatten. Am Stro⸗ me trennten ſie ſich: die Waiſe begab ſich nach der
Wohnung Anſelm's, und der Fürſt nach dem Kloſter.
Carl wollte ſeinen edelmüthigen Waffenbruder wieder⸗


