Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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rinnen. Mitten im Schwefeldampfe, der ſie umgab, erhob ſich der Bogen des Fürſten der Unterwelt, gleich einer ſchwarzen Schlange, in den Händen der feuri⸗ gen Geſtalt, und das Todesgeſchoß lag bereit, abge⸗ ſchnellt zu werden. Das funkelnde Auge der geſpenſti⸗ ſchen Geſtalt rollte hin und her in ſeiner Höhle, es ſchien die Gegenſtände verzehren zu müſſen, auf welche es ſich heften würde. Sein Blick ſchien das Leuchten eines vulcaniſchen Ausbruches, ſeine Stimme der ver⸗ hangnißvolle Ton des jüngſten Gerichts. Die Natur ſchwieg erſchreckt, das Rauſchen des Waldes hatte auf⸗ gehört, dumpfe Schauer durchfuhren die Luft. Wer geboth hier?. war es der Himmel oder die Hölle?

Der Graf von Norindall widerſtand noch den häufigen Streichen, mit welchen ihn Palzo beſtürmte; die Waiſe erhob zu ihnen ihre irrenden Augen. Warum

hört plötzlich Palzo auf, nach ſeinem Gegner zu ſchla⸗

gen?. Warum beugt ſich plötzlich ſeine kühne, mit einer Siegesfeder geſchmückte Stirn?.. Warum entfallt das Schwert ſeiner Hand? Warum fällt er entſeelt zur Erde?... Von dem Bogen der bluten⸗ den Schreckgeſtalt iſt der Todespfeil gekommen, Palzo iſt nicht mehr. Die Jungfrau unterlag den heftigen Erſchütte⸗ rungen, welche ſie nach einander trafen. Der Graf Norindall war gerettet; die Waiſe dankte dem Ewi⸗ gen; und indem ſie noch einen letzten Vlick nach dem Schreckensfelſen warf, ſah ſie in eben dieſem Augen⸗ blicke die blutende Schreckgeſtalt zu ihr herab ſteigen ihre Sinne ſchwanden. S