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Die Jungfrau ſtieß ein Angſtgeſchrey aus, und nie ließ Verzweiflung eine ſchmerzendere Stimme hö⸗ ren; ſie hatte Ecbert wanken ſehen; ach! kein Heil gab es nun mehr für ſie, der Fürſt Palzo triumphirte.
Da dräng im entſcheidenden Augenblicke ein fürch⸗ terlicher Knall aus dem Schreckensfelſen, auf ſeinem Gipfel erhob ſich eine glänzende Flamme; der ganze Wald war durch rothe glühende Feuer erleuchtet, wel⸗ che dicker Rauch einhullte; die Erde erbebte, ein ſchwar⸗ zer Wirbel ſtieg in gekrümmter Sdule zum Himmel. Ein verpeſteter Geruch verbreitete ſich aus dieſem höl⸗ liſchen Gewölke, in dem eine drohende und übernatur⸗
liche Stimme erſcholl; die Wolke zertheilte ſich und wie auf einem Flammenwagen, wie aus der Mitte
eines Meteors erſchien das blutende Phantom. Welch Geſchrey erſcholl unter den Bergbewohnern!
Schrecken und Verwirrung hatten den höchſten Grad
erreicht, ihre Haare ſträubten ſich auf den Köpfen, er⸗
griffen von Furcht und Entſetzen blieben einige ver⸗
ſteinert und ohne Bewegung, wie des Phyneus Käm⸗ pfer vor dem Haupte der Gorgo, andere flohen nach dem Walde, und liefen ihr mit Schrecken bezeichnetes Antlitz in finſteren Höhlen zu verbergen; die meiſten fielen auf ihre Knie, und ließen ſich von den Siegern
feſſeln; alle fleheten um den Tod; alle erwarteten,
daß ein Abgrund ſich öffne, ſie zu verſchlingen. Die Krieger Ecbert's hatten keine Feinde mehr zu bekämpfen. Der Fürſt Palzo betrachtete das Schreckbild; die
gigantiſche Geſtalt war mit einem Scharlachmantel be⸗ kleidet, und Blut ſchien aus ihren dichten Haaren zu


