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—— nehmen ſollte, der Augenblick ſeines PVorüberziehens, Alles war ihnen bekannt. Die Häupter der Empörten hatten beſchloſſen, den Fürſten zu retten; in der Nähe des Schreckensfelſens erwarteten ihre in den Hinter⸗ halt gelegten Bergbewohner den Freund René's, um ſeine Truppen unvermuthet anzugreifen, ſie in die Flucht zu ſchlagen und den Gefangenen zu befreyen. Der Graf von Norindall entfernte ſich nur ſelten von Elodien. Aufmerkſam auf jede ihrer Bewegun⸗ gen, wollte er ſie mit aller Macht ſeiner Seele, mit der ganzen Kraft ſeines Lebens umringen. Alles ſetzte
ihn für ſie in Unruhe, die Bitterkeit ihres Schmerzes,
indem ſie zum erſten Mahl das Land ihrer Geburt ver⸗ ließ, die Beſchwerlichkeit der Reiſe, die feuchte Nacht⸗ luft, ſelbſt auch das Rauſchen des Waldes.
Nach ziemlich langem Schweigen wandte ſich die
Gräfinn zu Ecbert und ſprach:—»„Was iſt das für
ein ſchroffer Felſen, der, überzogen mit röthlicher Farbe, aus den Höhlen der Unterwelt ſich abgelöſt zu haben ſcheint? Sein gigantiſcher Schatten erſtreckt ſich weit hin, wie ein drohendes Geſpenſt.... Sollte es der Wind ſeyn, deſſen trauervolle Klagen ich durch die Fel⸗ ſenritzen tönen hörte? Ritter, wo ſind wir?
Hier iſt die Luft ſelbſt von Schreckniſſen ſchwanger...
Graf von Norindall, wohin führet Ihr uns*«
Ihre Stimme zitterte, und ihre Züge mahlten den Schrecken.—»Dieſer Felſen iſt der Schreckens⸗ fels,« antwortete Echert:»Der Aberglaube des Volks
hat die Annäherung zu ihm mit furchtbaren Gefahren
erfüllt. Hier war es, wo die Mönche des Kloſters von


