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2. Theil (1824)
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ter St. Maur's durch einen in ihrer Nähe ausgeſpro⸗ chenen Rahmen wie durch einen Zauber aus ihrem tie⸗ fen Nachdenken geweckt. Wie mächtig dieß Wort ihre Aufmerkſamkeit erregte! wie es bis in ihr Herz wie⸗ dertönte! Sie war amwilden Berge! Von allen Seiten zeigten ſich um Elodien hohe

Gebirge, die Feſten der Natur, deren weite Wälle ihre

ßöff

weißlichen Schußöffnungen bis in die Wolken empor⸗ trugen: Als erhabene ewige Eispalläſte, in welchen die Lawinen ſich bilden, zeigten dieſe kühnen Felsſpitzen, bis zu welchem Puncte die Erde dem Himmel ſich nä⸗ hern könne. Ihr coloſſaler Anblick erhebt den Men⸗ ſchen, dieſen König der Natur, deſſen Gedanke die Hö⸗ hen Erdballs ſo weit überſteigt, als ſeine Seele die Wunder der Schöpfung.

Elodie befand ſich am Fuße des gefürchteten Ge⸗ birges. Ecbert und einige Ritter umringten ſie. Ihre Augen hefteten ſich ſtarr auf den geheimnißvollen Wald, ihr Herz ſchlug heftig. Die Waiſe war über⸗ zeugt, daß der Mann, der bis in die geheimen Gedan⸗ ken der Fürſten und der Höfe dringe, ihre Anordnun

gen zur Abreiſe geſehen habe, und ihren Plan der

Rückkehr kenne: ohne Zweifel hatte der Einſame auch

die Stunde ihres Zuges durch dieſe öden Schluchten er⸗ fahren, er war gewiß gegenwärtig: er wird, dachte ſie, noch einen Scheideblick auf mich haben werfen wollen..

Ach, daß ſie nicht dieſem Blicke begegnen konnte! Auf dem Abhange des Gebire gs durch Tannen und

Fichten bemerkte Elodie undeutlich eine wilde Wohnung.

Je mehr ſie dieſelbe betrachtete, deſto mehr feſſelten