Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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38 Mann vom wilden Berge ſeit der Ankunft des ver rätheriſchen Palzo in dieſen Gegenden wieder geſehen*4

»Ja,« antwortete das junge argloſe Mädchen erröthend:»Wer rief ihn hierher?«Elodie.« »Um euch zu vertheidigen?«»Um mich zu retten.«

Anſelm ſchwieg einen Augenblick: Meine Toch⸗ ter,« fuhr er dann fort, vantwortet mir aufrichtig: Hat der Einſame jemahls von Liebe mit euch geſpro⸗ chen?« Auf dieſe mit ernſtem Tone geſprochene Frage

antwortete Elodie, indem ſie auf Anſelm einen Blick warf, voll Zärtlichkeit und Sanftmuth:Mein Va⸗

ter, ſollte es ihr verbothen ſeyn zu lieben 74

Anſelm empfand eine lebhafte Bewegung; dieſe Antwort konnte ihm keinen Zweifel laſſen. All⸗ mächtiger Gott,« ſprach er,»dein Wille geſchehe! 4

Die Jungfrau kündigte hierauf dem Greiſe den gefaßten Entſchluß an, die Grafinn Imberg nach Nancy zu begleiten, ſie vor ihren Richtern zu vertheidigen, und ſodann nach Helvetien zurückzukommen. Obgleich der alte Pfarrer in ſeinen Gedanken die ſchuldige Freun⸗ dinn Palzo's verdammte, ſo mußte er doch den edel⸗ müthigen Geſinnungen der Waiſe ſeinen Bevyfall ge⸗ ben. Die Reiſe trennte ſie überdieß von dem Einſa⸗ men, wenigſtens auf eine gewiſſe Zeit. Konnte nicht irgend ein mächtiger Ritter des Lothringiſchen Hofes ihr den Unbekannten vom Gebirge vergeſſen machen?

Der Himmel rief vielleicht die Tochter St. Maur's nach

Nancy, um dort über ihr Schickſal zu beſtimmen. An⸗

ſelm billigte ihre Abreiſe und ſagte S ein zärtliches