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5 renden Blicke des hochherzigen Ecbert zu begegnen.— »Graf von Norindall,« ſprach ſie,»ich verdanke euch heute mehr als das Leben, eure Hülfe.. 4
»Nichts ſeyd ihr mir ſchuldig« unterbrach ſie Ecbert lebhaft, valles habt ihr dem Einſamen zu danken.«
—»Edelmüthiger Mann! Ihr weiſet meine Dank⸗
barkeit von euch„ℳ—»Grauſame, habt ihr nicht meine Liebe zurückgewieſen« Da verließ die Jung⸗
frau dieſen Gegenſtand der Unterhaltung, und wagte ein Wort über die Gräſinn Imberg. Nach den Befeh⸗ len René's ſollte die Freundinn Palzo's nach Nancy geführt, und dort verhört werden. Elodie vertheidigte mit Wärme die Sache ihrer Beſchützerinn, und der Graf von Norindall verſprach ihr ſeine kräftige Ver⸗ wendung bey dem Fürſten Lothringen's.
Ecbert ſollte am folgenden Tage die Schweiz ver⸗ laſſen; ſollte nun die Waiſe im Kloſter zurückbleiben, indeß ihre Gegenwart in Nancy und ihle Bitten zur Rettung der Gräfinn beytragen konnten?... Sollte
ſie diejenige in ihrem Unglücke verlaſſen, welche in der
Zeit des Glücks eine lange und beſchwerliche Reiſe un⸗ ternommen hatte, um zu ihr zu kommen und bey ihr Mutterſtelle zu vertreten?„Rein, die Ehre geboth ihr ein edelmüthiges Opfer: aber ach! ſie mußte ſich
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von dem Einſamen entfernen! Wie ſollte ſie ſich von
ihrem mächtigen Beſchützer trennen! wie ſollte ſie ſo das Weſen fliehen, an welches ſie gleichſam ihr Schick⸗
ſal gebunden hatte! Großer Gott, welch ein mächtiger
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