5— 32— ſchien auf dem Gipfel des Glückes zu ſchweben: end⸗ lich ſollten ſeine Wünſche erfüllt werden; mit welcher 3 Ungeduld erwartete er den neuen Morgen!„ Die Ruhe der Waiſe ſchien ihm ein günſtiges Zeichen, und ohne die Prophezeihung des Abgrundes würde ſein von Hoffnung und Freude trunkenes Herz ſich nur den Em⸗ pfindungen der Liebe überlaſſen haben.
Die vertrauungsvolle Elodie konnte gegen die Verſprechungen des Mannes vom wilden Berge keine Zweifel hegen, ſie war daher in ihrer friedlich ſtillen Wohnung feſt entſchlafen, und erwachte erſt beym
ſchrey! ſie ſprang ans Fenſter.. Was bemerkte ſie
wehte auf der Spitze der Thürme. Die ausgeſtellten
gefangen worden; ohne Kampf hatten ſich die Truppen René's aller Poſten, aller Ausgänge des Kloſters be⸗ mächtigt, und wie eine durch überfall eingenommene kriegeriſche Feſte war das Kloſter in die Hände eines neuen Herrn gekommen. Beſtürzt und außer Faſſung gebracht erſchien die Gräfinn Imberg vor der Waiſe; Verzweiflung herrſchte in ihrer Seele; Schrecken ſtand auf ihrer Stirne, und die Beſchützerinn war es jetzt, die zu ihrem Schützling flehte. Im Nahmen des Herzogs von Lothringen war Palzo als ein des Hochverraths Schuldiger gefangen
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früheſten Strahlen der Sonne. Welch Geräuſch ſchlug an ihr Ohr! welcher Lärm! welch ein verwirrtes Ge⸗
da! Das Kloſter war ringsum von zahlreichen Trup⸗ pen umgeben: die Fahne des Herzogs von Lothringen
genommen worden; ſeine Hände wurden mit Ketten
Wachen, unvermuthet angegriffen, waren entwaffnet und
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