und nur ihr bleiches Licht erhellte das düſtere Monu⸗ ment. Geſtützt auf die Grabesurne erhob ſich die Jung⸗ frau im Geiſte zu dem himmliſchen Aufenthalte, von wo aus ihre Mutter gewiß ſie in dieſem Augenit betrachtete: da erregte ein leiſes Geräuſch ihre Auf⸗ merkſamkeit. Im Hintetgrunde der Gruft öffnete ſich eine unterirdiſche Thür, welche bis jetzt der Waiſe un⸗ bekannt geweſen war, und der Mann vom wilden. Berge erſchien vor ihrem Blicke.
Er war vollſtändig gewapnet. Ein vergoldeter Helm, den ſchwarze Federn umſchatteten, bedeckte ſeine kriegeriſche Stirn, welche ſonſt gewiß des Lor⸗ bers gewohnt war. Ein Schwert blitzte in ſeiner Hand; ein Panzerhemd umſchlang ſeinen ſtarken Leib; ein ſchwarzes Wehrgehange diente ihm anſtatt der Schärpe: wie Pyrrhus am Grabeshügel des Achilles, wie Oreſtes im Pallaſte des Aegiſthus, wie Arſaces am Grabe des 3 Ninus, ſchien er ein ſchrecklicher Kämpfer zur Rache 4 gerufen.
Die Tochter Saint-Maur's konnte nicht einen Schrey der übert aſchung und Freude zurückhalten.—
»Seyd ihr da kK ſprach ſie, und ſprang voll Entzücken gegen ihn vor. vAch! der Himmel beſchützt Elodien, ſchon iſt mein Gebeth erhört.« Drauf ſchlug ſie, ver⸗ wiert durch dieſe ſchnelle Regung die Augen nieder und erröthete.
»Elodie ruft mich,« antwortete der Einſame; vwelche Befehle hat ſie mir zu geben?6
Seine Haltung war ernſt und ſtreng, ſein Ton dumpf, ſein Blick düſter, ſeine Sprache kalt. Die ein⸗


