Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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14 Palzo, nur geſchmückt mit dem Nahmen eures Gat⸗ ten, ſich auf die Felder des Sieges ſtürzen.«

So ſprach ſie: ihre heuchleriſchen Worte und ihre künſtlichen Enthüllungen machten auf die Waiſe eine ganz entgegen geſetzte Wirkung als ſie erwartet hatte. Die Tochter Saint⸗Maur's richtete an ſie dieſe kraft⸗ vollen Worte:

Mein Entſchluß iſt eben dadurch befeſtigt worden. Ein rechtnäßiges Diadem hätte meine Blicke nicht blen⸗ den können; ein durch Genalt erlangter Thron würde meinen Abſcheu erregen. Die finſtere Bahn der Ver⸗ ſchwörung iſt nicht der Weg zum Ruhme, und nie wird ein Haupt von Rebellen der Gatte Elodien's ſeyn.«

Bey dieſen mit eben ſo viel Würde als Zuverſicht geſprochenen Worten geboth noch die aufgebrachte Grd⸗

finn ihrem Zorne. Ihre Stirn war nur ernſt und feyerlich.

Alternloſes Maädchen,« ſprach ſie,»die Beſchlüſſe eines Kindes ſind keine Hinderniſſe für eine Mutter.

Weil weder die Worte der Sanftmuth, noch der Liebe

einige Gewalt über eure Geſinnungen übten; weil we⸗ der die Macht der Wohlthaten, noch die Bitten der Liebe eure Weigerung wankend machen können; ſo bin

ich den Manen Herſtall's, ſo bin ich meiner perſönlichen

Würde, dem Himmel ſelbſt, der euch meiner Sorge anvertraut hat, den unerſchütterlichen Ausſpruch ſchul⸗ dig, den ich eben bekannt machen will: Bevor die Mor⸗ genröthe drey Mahl den Horizont erleuchtet, wird der Fürſt Palzo euer Gatte ſeyn l«

Bey dieſen Worten ſtand die Gräfinn auf, ohne