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Wunſche, den ihr mir zu erkennen gegeben habt, wat ich entſchloſſen, die vorgeſchlagene Verbindung aufzu⸗
ſchieben und zu warten, bis die Zeit euren Geiſt er⸗
hellt, und die Beharrlichkeit des Fürſten euer Herz er⸗ weicht haben würde. Je mehr ihr Palzo kennen gelernt
hättet, deſto mehr würdet ihr ihn geſchätzt, und die
Liebe ſelbſt würde eure Verbindung gebothen haben.
Aber aller Verzug iſt unmöglich geworden: der Fürſt
kann nicht länger im Kloſter verweilen, und es iſt nun
Zeit, euch einen Theil ſeiner Geheimniſſe zu enthüllen.
Palzo, ein Freund des Königs von Frankreich, und
unterſtützt von den nordiſchen Höfen, ſteht an der Spitze
eines kriegeriſchen Heeres, iſt bereit in Lothringen ein⸗
zufallen und bahnt ſich eben einen Weg zum Throne⸗
Mit ihm und für ihn kämpft Ludwig XI. Es iſt mir
nicht erlaubt, mich weiter über dieſen Gegenſtand zu
erklären: wiſſet nur, daß eine wichtige Bothſchaft, die
er geſtern Abends während des Feſtes erhielt, ihm Nach⸗
richt gibt, daß der Schleyer, welcher ſeine große Un⸗
ternehmung bedeckt, anfängt von ſeinen Feinden gelüf⸗
tet zu werden; daß die Zeit gekommen iſt, ſeine gro⸗. ßen Plane auszuführen, mit den ſchrecklichen Streichen zu treffen, welche er bereitet hat, und ſich einen Erfolg zu ſichern, der nicht zweifelhaft ſcheint: jeder Aufſchub kann nur noch unheilbringend ſeyn; und die Krone er⸗ wartet den Sieger.«
»Der Fürſt hat alſo keinen Augenblick mehr zu verlieren; er muß Helvetien verlaſſen und dahin eilen, wo ihn der Ruhm erwartet; aber eben ſo leidenſchaft⸗ lich in der Liebe, als unerſchrocken im Kampfe, möchte


