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die liebevollen Erklärungen ihrer Pflegemutter, durch⸗ drungen von ihren Wohlthaten, aber verzweifelnd über die Beharrlichkeit in ihren Wünſchen, dachte die Toch⸗ ter Saint-Maur's gar nicht daran, ſie zu unterbrechen. Aus Furcht jedoch, ein allzulanges Schweigen möchte eine ſtille Einwilligung ſcheinen, antwortete ſie endlich? »„O meine Mutter! da ihr mir gütigſt dieſe Benennung zugeſtehen wollt, wie könnte ich euch meine Dankbar⸗ keit, meine Zärtlichkeit ausdrücken! Eure Güte hat alle Hoffn ungen der Waiſe überwogen: nie ſoll ſie aus meinem Gedächtniſſe kommen; aber, ach! werdet ihr mir eine neue Weigerung verzeihen? Das Ver⸗
mögen, welches mir Herſtall hinterlaſſen hat, reicht
hin, um mein Leben zu ſichern; ich ſtrebe nach keinem anderen. Die Schätze der Gräfinn Imberg wütden, wenn ich ſie hätte annehmen können, keinen andern Werth gehabt haben, als den, daß ſie die Gabe der Freundſchaft, das Geſchenk einer Mutter wären. Was den Fürſten Palzo betrifft, ſo habe ich, ein noch allzu junges Mädchen, kaum noch Zeit gehabt, ihn kennen zu lernen, und kann ſeine Liebe nicht erwiedern: mein Herz, das ihn nicht zu lieben vermöchte, iſt wenigſtens unfdhig, ihn zu täuſchen; und ich fühle mich nicht einer Verbindung würdig, welche mich allzu ſehr über meine Beſtimmung erheben würde.«
Die Gräfinn verbarg ihren Unwillen und Zorn, und ſchien nicht im mindeſten diuch dieſe Antwort be⸗ leidigt:»Liebenswürdige Elodie,« erwiederte ſie,»fern
von mir ſey der Gedanke, euren Gefühlen Zwang an⸗
zulegen, und euren Willen zu beſchränken! Nach dem
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