Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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6 Meinung gegen diejenige, welche nicht einen Augenblick ihre Liebe und ihren Edelmuth verläugnete; ſie wollte eben ihre Dankbarkeit hervorbrechen laſſen, als ihre Wohlthäterinn noch fortfuhr:

»Geliebteſte Tochter, meine Pflicht verbindet mich nun euer Leben zu ſichern, und euren Rang in der Welt zu beſtimmen, ehe meine Laufbahn zu Ende geht. Der Fürſt Palzo bethet euch an: ich will euch nichts mehr von ſeiner hohen Geburt, von ſeinen unermeßli⸗ chen Reichthümern ſagen; der Geiſt meiner Elodie iſt erhabener als die Herrlichkeiten des Lebens. Von der Höhe, auf welche ihre Tugenden ſie geſtellt haben, ſieht ſie auf die eitlen Rieſengeſtalten der Erde wie zu ihren Füßen herab. Deßhalb habe ich nicht die Macht Palzo's, oder den Glanz ſeines Ruhmes, ſondern ſein Herz zu erforſchen geſucht, und ſeine leidenſchaftliche Anhänglichkeit, ſo wie ſeine edlen Geſinnungen waren es, die meine Wahl zu ſeinem Vortheile entſchieden haben. Liebenswürdige Waiſe! ſeine Liebe für eure Reitze geht bis zum Wahnſinne, ſeine Bewunderung eurer Tugenden bis zur Abgötterey. Welcher erhabenen Fürſtinn hat man ſo glänzende Feſte dargebracht? Wel⸗ che Schönheit empfing mehr glänzende Huldigungen? Ach! ohne Zweifel läßt endlich das empfindſame Herz meiner Elodie dem hochherzigen Krieger Gerechtigkeit widerfahren, welcher ſie zu den Stufen des Altars ruft. Der größte Held Lothringen's iſt allein der ſchönſen Jungfrau der Schweiz würdig.«

Die Gräfinn Imberg hätte noch länger int gobe.

des Fürſten Palzo fortfahren können. Erweicht durch