Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Tochter St. Maur's benützte dieſe ſo günſtige Gelegen⸗ heit, und entfloh aus dem Gebüſche, ſuchte auf allen Seiten die Gräfinn, fand ſie endlich wieder, und der⸗ ſelben ihre äußerſte Verwirrung verbergend, wünſchte ſie ſich Glück, daß ſie den Gefahren der Verführung den böſen Täuſchungen des Abends ſich hatte entziehen können. Der Fürſt hatte ſich bald wieder zu der Waiſe geſellt. Schon geſchickt darin, den heftigen Wallungen ſeines Gemüths eine falſche Außenſeite zu geben, ver barg er mit Sorgfalt den geheimen Verdruß, der ihn verzehrte. Er ſchien nicht im geringſten geängſtet durch die dringende Bothſchaft, welche er erhalten hatte: ſein Geſicht hatte weder eine Spur von Beſorgniß noch von Unruhe beybehalten; und in der Nähe Elodiens ſchienen weder ſeine geſchäftigen Sorgen, noch ſeine Sprache oder Liebe, ſchien nichts an ihm verändert. Aber alles hatte ſich für Elodien umgeſtaltet; ihre Trunkenheit war verſchwunden: das Prisma hatte ſeine Farben, der Garten ſeine Wunder verloren, alles um ſie her war wieder entzaubert. Die Abſichten des Für⸗ ſten waren ihr entſchleyert worden; der Zweck des Fe⸗ ſtes und ſeiner Blendwerke waren ihr bekannt. Sie beklagte ſich über ſehr große Müdigkeit; die Tänze und Geſänge hatten keinen Reitz mehr für ſie: kein Ge⸗ mählde entzückte mehr ihre Sinne. Ihr Blick war theil⸗ nahmlos, ihre Stimme traurig und leidend geworden. Sie erwartete mit Ungeduld das Ende der Vergnü⸗ gungen, welche anfingen, ihr unerträglich zu werden: und endlich entfernte ſie ſich, glücklich ſich den Huldi⸗